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Die Burg mit der schönen Aussicht thront nicht nur
dem Namen nach über Palma, der Hauptstadt der größten
Baleareninsel Mallorca, sondern bietet auch tatsächlich
den versprochenen Ausblick. Von der Altstadt mit der weit
sichtbaren Kathedrale bis hin zu dem angrenzenden Hafen,
der sich in ein kommerziellen, touristischen und militärischen
Bereich unterteilt, blickt das Castell de Bellver schützend
hinab auf die etwa 112 Meter tiefer liegende Stadt.
Der historische Hintergrund steht zu der heute einzigartigen
Lage und der Funktion als Museum im deutlichen Kontrast.
Ein Gefängnis war das Castell einmal im 18. Jahrhundert,
nachdem es im Jahre 1311 von dem Architekten Pere Salvá
fertig gestellt worden ist. Auftraggeber war Jaime I von
Mallorca, der die Muslime von der Insel im Jahre 1229 vertrieb.
Der Kampf um Mallorca begann in der westlich von Palma gelegenen
Bucht Santa Ponsa, die dem Eroberer genügend Schutz
für seine Streitmacht bot, um sich von dort aus Richtung
Palma aufzumachen. Nach seinem Tode im Jahre 1276 setzte
sein Sohn Jaime II das geplante Bauwerk auf dem über
Palma gelegenen Hügel Bellver in die Tat um und stellte
nach etwa neunjähriger Bauzeit das Castell fertig.
Das Bauwerk ist mit seiner runden Form schon der eigentliche
Blickfang, wirkt es doch uneinnehmbar und als Bollwerk gegen
fremde Mächte, die in der Geschichte Mallorcas immer
wieder auf der Insel ansiedelten. Mallorca war der Ausgangspunkt
für die Erkundung, Wirtschaft und Plündertouren
des Mittelmeeres und so blicken die vier Türme des
Castells in die Himmelsrichtungen, um vor unerwünschten
Eindringlingen warnen.
Drei der Türme sind die runde Festungsanlage integriert,
während der vierte die übrigen deutlich überragt
und von dem Castell losgelöst scheint, um die vor sich
liegenden Bucht zu schützen und zu überwachen.
Dieser 4. Turm ist mit etwa 33 Metern Höhe und tägt
den Namen Torre Del Homenaje.
Öffnungszeiten für Besucher:
von Oktober bis März:
an Werktagen von 8 bis 20 Uhr
an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr
von April bis September:
an Werktagen von 8 bis 21 Uhr
an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr
(Ausnahme nur im Juli und August : von 10 bis 14 Uhr und
von 16 bis 20 Uhr)
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